Häufig gestellte Fragen


    Allgemeines

  • Die elektronische Gesundheitsakte (eGA) ist ein sicherer, digitaler Service, über den Versicherte teilnehmender Versicherungen ihre persönlichen Gesundheitsdaten zentral speichern und verwalten können.

    Versicherte haben mit der eGA unabhängig von Zeit und Ort Zugriff auf ihre Gesundheitsdaten, wie beispielsweise ihre Impf- und Vorsorgedaten, Arzt- und Zahnarzttermine und wichtige Dokumente. Sie können sehen, welche verschreibungspflichtigen Medikamente sie in den letzten Jahren erhalten haben, diese dauerhaft speichern und um Medikamente ergänzen, die nicht der Verschreibungspflicht unterliegen. Die Einsicht in die eigenen Gesundheitsdaten, wie beispielsweise Entlassungsbriefe teilnehmender Krankenhäuser oder ärztliche und zahnärztliche Leistungsabrechnungen, erhöhen die Transparenz für die Versicherten.

    Die Nutzung der eGA ist für den Versicherten teilnehmender Versicherungen freiwillig, kostenfrei und wird den Versicherten von der IBM Deutschland GmbH zur Verfügung gestellt. Sie kann durch den Versicherten jederzeit fristlos innerhalb der App gekündigt werden.

  • Bei Problemen mit der Registrierung oder der Nutzung der eGA nutzen Sie je nach Versicherung bitte eine der unten aufgeführten Rufnummern. Bitte beachten Sie, dass je nach Vertrag und Standort Gebühren durch Ihren Telefonanbieter erhoben werden können.

    • Techniker Krankenkasse: (+49) 07034 287 0115
    • Central: (+49) 07034 287 2006
  • Erreichbar ist die eGA über die App der teilnehmenden Versicherung für Android- und iOS-Betriebssysteme, die in den jeweiligen Stores heruntergeladen und installiert werden kann. Für die Nutzung der App ist die Anmeldung und die Freischaltung durch die Versicherung erforderlich.

    Für die Nutzung der eGA erfolgt innerhalb der App der Versicherung eine gesonderte Registrierung bei der IBM eGA. Dabei wird ein Nutzerkonto eingerichtet und die individuelle Verschlüsselung aktiviert. Dadurch wird sichergestellt, dass nur der Versicherte selbst seine Daten sehen, speichern und verwalten kann.

    Die Speicherung der Informationen erfolgt nicht auf dem Smartphone, sondern auf sicheren Servern in Deutschland. Deshalb ist der Zugriff auf die in der eGA gespeicherten Daten nur mit einer aktiven Internet-Verbindung möglich.

  • Für Versicherte ist die Nutzung der eGA kostenfrei. Versicherungen stellen die eGA als freiwillige Leistung über ihre App zur Verfügung. Eine Nutzung wird nicht vorausgesetzt. Der Versicherte entscheidet freiwillig über die Verwendung der eGA und muss sich hierfür aktiv anmelden.

  • Derzeit bietet die Techniker Krankenkasse (TK) die eGA an.

    Bald wird es auch die Möglichkeit für Kunden der Versicherungen Central und DKV geben, die eGA zu nutzen. Um die eGA der Versicherungen zu aktivieren, ist eine Krankenvollversicherung notwendig. Zusatzversicherte haben keinen Zugriff auf die eGA. Es werden kontinuierlich weitere Versicherungen angeschlossen. Auf eGA.de werden wir Sie über neue teilnehmende Versicherungen auf dem Laufenden halten.


  • Funktionen in der eGA

  • Für die Nutzung von Funktionen wird jeweils die Einwilligung für die Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten benötigt. Die Daten werden beim Aufrufen einer Funktion stets neu generiert und nicht dauerhaft gespeichert. Sie können alle Funktionen jederzeit wieder deaktivieren und damit der weiteren Verarbeitung Ihrer Daten widersprechen.

  • Im Bereich „Arzt“ erhalten Sie eine quartalsweise Aufstellung Ihrer Arztbesuche der letzten vier bis sechs Jahre. Sie können außerdem einsehen, welche Ärzte an Ihrer Behandlung beteiligt waren, z. B. Labormediziner. Jeder Eintrag in diesem Bereich beinhaltet überdies Informationen zu gestellten Diagnosen, zur Art der Behandlung sowie zu den je Quartal abgerechneten Behandlungskosten.

    Bitte beachten Sie, dass es bis zu neun Monate dauern kann, bis die Daten von Ihrer Versicherung in die eGA übertragen werden.

  • Im Bereich „Arztverzeichnis“ erhalten Sie einen Überblick über Ihre behandelnden und an Ihrer Behandlung beteiligten Ärzte der letzten vier bis sechs Jahre.

    Bitte beachten Sie, dass es bis zu neun Monate dauern kann, bis die Daten von Ihrer Versicherung in die eGA übertragen werden.

  • Im Bereich „Impfungen” können Sie alles rund um das Thema Impfungen einsehen. Sie können z. B. manuell Impfungen eintragen und einsehen, welche Impfungen durch Ihre Versicherung in die eGA automatisch übertragen wurden. Sie können außerdem die Funktion „Impfstatus“ aktivieren. Hier werden die von Ihnen eingegebenen bzw. automatisch übertragenen Impfungen mit den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) abgeglichen und daraus individuelle Hinweise generiert.

    Bitte beachten Sie, dass es bis zu neun Monate dauern kann, bis die Daten von Ihrer Versicherung in die eGA übertragen werden.

  • Im Bereich „Medikamente“ erhalten Sie eine quartalsweise Aufstellung Ihrer verordneten Medikamente der letzten vier bis sechs Jahre. Sie können außerdem einsehen, welcher Arzt Ihnen das Medikament verschrieben hat und in welcher Apotheke Sie es erhalten haben. Zudem sehen Sie den Apothekenpreis des Medikaments und Ihre geleistete Zuzahlung. Sie können außerdem eigenständig Medikamente eintragen oder durch Scannen des Barcodes auf der Medikamentenverpackung hinzufügen.

    Bitte beachten Sie, dass es bis zu neun Monate dauern kann, bis die Daten von Ihrer Versicherung in die eGA übertragen werden.

  • Im Bereich „Vorsorge“ haben Sie die Möglichkeit, Ihre bisherigen Vorsorgeuntersuchungen und persönliche Vorsorgeempfehlungen im Überblick zu behalten. Sie können manuell Termine eintragen und sehen, welche Vorsorge-Termine von Ihrer Versicherung in die eGA übermittelt wurden. Sie haben zusätzlich die Möglichkeit, die Funktion „Persönliche Vorsorgeempfehlungen“ zu aktivieren. Basierend auf Alter und Geschlecht werden Ihnen die gesetzlichen Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen angezeigt. Die eGA kann aufgrund der Abrechnungsdaten Ihrer Versicherung und Ihrer selbst eingetragenen Termine erkennen, bei welchen Vorsorgeuntersuchungen Sie bereits waren und welche noch empfohlen werden.

    Bitte beachten Sie, dass es bis zu neun Monate dauern kann, bis die Daten von Ihrer Versicherung in die eGA übertragen werden.

  • Im Bereich „Zahngesundheit“ erhalten Sie eine quartalsweise Aufstellung Ihrer Zahnarzt-Besuche der letzten vier bis sechs Jahre. Sie können außerdem einsehen, welche Behandlungen vorgenommen und welche Kosten dafür abgerechnet wurden.

    Bitte beachten Sie, dass es bis zu neun Monate dauern kann, bis die Daten von Ihrer Versicherung in die eGA übertragen werden.


  • KV-Connect für Patienten

  • Der Service „Datenaustausch mit dem Arzt“ bietet Ihnen die Möglichkeit, elektronische Dokumente (eArztbriefe) direkt mit Ihrem Arzt auszutauschen. Hierfür wird die Schnittstelle KV-Connect des Dienstleisters KV Telematik genutzt.

  • KV-Connect ist ein etablierter Dienst der KV Telematik. Leistungserbringer wie Ärzte, Psychotherapeuten und Krankenhäuser nutzen die Schnittstelle von KV-Connect bereits seit Jahren für den sicheren Datenaustausch. Diese Schnittstelle ist jetzt auch geöffnet für den Datenaustausch zwischen Patienten und Ärzten. Über die KV-Connect-Schnittstelle für Mobilgeräte können Sie jetzt Dokumente (eArztbriefe) von angebundenen Ärzten empfangen. Voraussetzung hierfür ist die Nutzung einer elektronischen Gesundheitsakte (eGA), deren Betreiber für das sogenannte sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK) zertifiziert sein muss. IBM – als Betreiber einer eGA – ist dementsprechend zertifiziert und bietet Ihnen über die eGA die Schnittstelle von KV-Connect an.

  • Um die KV-Connect-Schnittstelle zu nutzen, müssen Sie der Nutzung des Service „Datenaustausch mit dem Arzt“ in der eGA zustimmen. Anschließend wird für Sie einmalig eine KV-Connect-Adresse erstellt, um eArztbriefe zu empfangen. Die enthaltenen Gesundheitsdaten werden verschlüsselt an Ihre eGA gesendet. Damit Dritte keinen Zugriff auf gesendete Daten haben, benötigt der Arzt Ihre KV-Connect-Adresse. Dafür generieren Sie direkt in der eGA einen QR-Code, welcher Ihre persönliche KV-Connect-Adresse enthält. Ihr Arzt braucht nun nur noch den QR-Code scannen und kann Ihnen ab sofort Ihre eArztbriefe sicher zustellen. Falls Ihr Arzt keine Möglichkeit hat den Code zu scannen, können Sie ihm Ihre KV-Connect-Adresse auch auf anderem Weg mitteilen. Ihre KV-Connect-Adresse finden Sie direkt unter dem QR-Code.

  • Der eArztbrief ist die digitale Ausführung des herkömmlichen Arztbriefes. Mit ihm übermitteln Ihnen Ärztinnen und Ärzte relevante Gesundheitsdaten, z. B. Befunde, Diagnosen und Medikationen. Auch der Versand von Anhängen, z. B. Bilddateien wie Röntgenbilder, ist möglich.

  • Bei Problemen mit dem KV-Connect-Dienst im TK-Safe nutzen Sie bitte die unten aufgeführte Rufnummer. Bitte beachten Sie, dass je nach Vertrag und Standort Gebühren durch Ihren Telefonanbieter erhoben werden können.

    • Techniker Krankenkasse: (+49) 07034 287 0115
  • Für den KV-Connect-Dienst sind deutschlandweit ca. 12.000 Ärzte registriert. Ob Ärzte den KV-Connect-Dienst anbieten, können Sie direkt in den jeweiligen Arztpraxen erfragen.

  • Für den Fall, dass Sie den KV-Connect-Dienst nicht mehr nutzen möchten, können Sie die Nutzungseinwilligung in der eGA widerrufen. Dadurch wird Ihre KV-Connect-Adresse deaktiviert, sodass keine Daten mehr an diese Adresse verschickt werden können. Bitte beachten Sie, dass bei Deaktivierung des Service momentan alle empfangenen eArztbriefe unwiederbringlich gelöscht werden.


  • KV-Connect für Ärzte

  • KV-Connect ist ein etablierter Dienst der KV Telematik. Leistungserbringer wie Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Krankenhäuser nutzen die Schnittstelle von KV-Connect seit Jahren für den sicheren Datenaustausch. Die Funktion ist in nahezu jedem Arztinformationssystem (AIS) bereits verfügbar. Die KV-Connect-Schnittstelle ist jetzt auch für den Datenaustausch zwischen Patientinnen und Patienten und Ärztinnen und Ärzten geöffnet. Über die KV-Connect-Schnittstelle für Mobilgeräte können Sie Dokumente mit eArztbriefen sicher an Ihre Patientinnen und Patienten verschicken. Voraussetzung hierfür ist die Nutzung einer elektronischen Gesundheitsakte (eGA) durch Ihre Patientinnen und Patienten. Der Betreiber einer eGA muss dazu für das sogenannte sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK) zertifiziert sein. IBM – als Betreiber einer eGA – ist dementsprechend zertifiziert und bietet Ihren Patientinnen und Patienten über die eGA die Schnittstelle von KV-Connect an.

  • Für die Nutzung von KV-Connect müssen Sie zum einen Zugang zum sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK) und zum anderen ein KV-Connect-E-Mail-Konto haben, das Sie über Ihre zuständige Kassenärztliche Vereinigung beantragen können. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

  • Sie erreichen das SNK über einen direkten Zugang via KV-SafeNet oder einen Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI) der gematik. Weitere Informationen zu KV-SafeNet sowie eine Checkliste und Konditionen für die Einrichtung eines KV-SafeNet-Anschlusses erhalten Sie bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Dort finden Sie auch Informationen zur Telematikinfrastruktur.

  • Wenn Sie keine Daten über das sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK) oder die Telematikinfrastruktur (TI) versenden können, überprüfen Sie zunächst folgende Punkte:

    • Ist eine aktive Internetverbindung vorhanden?
    • Können Sie generell E-Mails versenden?
    • Ist die Verbindung zu KV-SafeNet aktiv? Überprüfen Sie hierbei Ihren Router bzw. Konnektor. Bei technischen Problemen wenden Sie sich bitte an Ihren Hardwareanbieter bzw. an dessen Service- und Vertriebspartner.
    • Prüfen Sie, ob Sie die korrekte KV-Connect-Adresse Ihrer Patientin oder Ihres Patienten verwenden.
    • Können Sie anderen Patientinnen oder Patienten E-Mails via KV-Connect an deren elektronische Gesundheitsakte (eGA) senden?
  • Bei technischen Problemen wenden Sie sich bitte an Ihren Softwareanbieter bzw. an dessen Service- und Vertriebspartner.

  • Der eArztbrief ist die digitale Ausführung des herkömmlichen Arztbriefes. Mit ihm übermitteln Sie Patientinnen und Patienten relevante Gesundheitsdaten, z. B. Befunde, Diagnosen und Medikationen. Auch der Versand von Anhängen, z. B. Bilddateien wie Röntgenbilder, ist möglich. Ihr Arztinformationssystem (AIS) muss das Format „eArztbrief“ unterstützen. Ob dies der Fall ist, können Sie dem Verzeichnis bei der KV Telematik entnehmen.

  • Um Gesundheitsdaten über KV-Connect versenden zu können, müssen Sie zunächst die technischen Voraussetzungen erfüllen: Zugang zum sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK) oder der Telematikinfrastruktur (TI), Freischaltung der Funktionen „KV-Connect“ und „eArztbrief“ in Ihrem Arztinformationssystem (AIS) sowie Einrichtung eines KV-Connect E-Mail-Kontos. Anschließend können Sie die KV-Connect-Adressen Ihrer Patientinnen und Patienten erfragen. Diese können sich Patientinnen und Patienten in deren elektronischer Gesundheitsakte (eGA) sowohl in Klarschrift als auch als DataMatrix-Code anzeigen lassen. Sollten Sie einen Medikationsplan-Scanner besitzen, können Sie den DataMatrix-Code direkt einscannen und dadurch die KV-Connect-Adressen in Ihrem AIS hinterlegen. Nun können Sie Ihren Patientinnen und Patienten ganz einfach eArztbriefe senden.

  • Den meisten niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten steht KV-Connect in ihrem Arztinformationssystem (AIS) bereits zur Verfügung. Bitte entnehmen Sie dem Audit-Register der KV-Telematik, ob KV-Connect durch Ihr AIS unterstützt wird.

    Um KV-Connect zu nutzen, benötigen Sie in jedem Fall Zugang zum sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK)., z. B. über die Telematikinfrastruktur (TI).

    Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Softwareanbieter bzw. dessen Service- und Vertriebspartner.


  • Datenschutz & Sicherheit

  • Daten und Transportwege in der eGA sind individuell Ende-zu-Ende verschlüsselt. Das bedeutet, dass niemand außer dem Versicherten selbst seine Daten entschlüsseln kann. Dadurch ist auch nur der Versicherte in der Lage, seine Daten zu sehen.

    Aus technischen Gründen werden lediglich bestimmte Daten wie z.B. die technische Referenznummer oder die eGA-Kundennummer nicht verschlüsselt gespeichert, da sonst keine technisch eindeutige Zuordnung von Versicherten und eGA-Konto möglich wäre. Die IBM Deutschland GmbH erlangt zu keinem Zeitpunkt Kenntnis von persönlichen oder Gesundheitsdaten des Versicherten.

    Selbst im äußerst unwahrscheinlichen Fall eines Datendiebstahls oder Datenverlustes, z.B. durch kriminelle Aktivitäten wie Hacking, sind die Daten für Dritte nicht lesbar, weil diese nach anerkannten und branchenerprobten Verschlüsselungsverfahren gesichert sind.

    Da die Ver- und Entschlüsselung der Daten auf dem Gerät durchgeführt wird, kann es, je nach verfügbarer Bandbreite des Netzes und Leistungsfähigkeit des Smartphones, zu Verzögerungen bei der Anzeige der Daten kommen.

  • Durch bestehende Abrechnungsprozesse mit den Kassenärztlichen Vereinigungen liegen Abrechnungsdaten für Gesundheitsleistungen erst nach sechs bis neun Monaten bei den Versicherern vor. Daher werden die Daten erst nach einiger Zeit in der eGA aktualisiert.

  • Die Versicherten können individuelle Informationen und Daten in die eGA speichern. Dafür können sie selbst Daten erfassen oder von Dritten, z. B. der Versicherung übertragen lassen.

    Gesundheitsdaten können jederzeit selbst in die eGA eingegeben und gespeichert werden. Dabei werden die jeweiligen Daten über das Gerät eingegeben und anschließend auf den Server hochgeladen. Dokumente können vom Gerät selber oder individuell verfügbaren Cloud-Diensten in die eGA überführt werden. Alle Informationen werden strukturiert erfasst, so dass die derzeitigen und zukünftigen Funktionen der eGA unterstützt werden. Selbst erfasst Daten können durch den Versicherten verändert und/oder gelöscht werden.

    Für die Datenübertragung von Dritten ist eine Beauftragung erforderlich, die bei jedem Datenabruf abgegeben werden muss. Damit wird sichergestellt, dass die Datenübertragung rechtmäßig ist und vom Versicherten autorisiert wurde. Die Daten werden zentral auf dem Server abgelegt und durch die App angezeigt. Da diese Daten als zusammenhängende Datensätze übertragen werden, können sie nicht durch den Versicherten verändert werden, da sie sonst ihre Gültigkeit verlieren. Bei Bedarf kann der Versicherte diese Daten aus seiner eGA löschen.

  • Einzelne, in der eGA gespeicherte Dokumente können über die Teilen-Funktion aus der eGA exportiert werden. Dafür stehen sowohl die Datenablage auf dem Smartphone, als auch Cloud-Dienste zur Verfügung – je nach individueller Konfiguration.

    Alle Daten und Informationen, die in der eGA gespeichert sind, können bei Bedarf exportiert werden. Für die Überführung in eine andere elektronische Akte bleiben so zum Beispiel alle Daten erhalten.

    Für den Export wird das Format JSON (JavaScript Object Notation) genutzt. Dafür steht zum einen die übliche Teilen-Funktion zur Verfügung, die je nach Betriebssystem und individueller Konfiguration unterschiedliche Speicherorte anbietet. Zum anderen kann der Daten-Export direkt auf dem Gerät vorgenommen werden. Für diesen Fall ist speziell bei iOS die Verknüpfung des Smartphones mit iTunes (Standardsoftware von Apple für die Verwaltung von iPhones) notwendig. Sobald das iPhone mit iTunes sicher verbunden ist, kann unter dem Menüpunkt „Dateifreigabe“ die entsprechende App ausgewählt werden. Die Export-Datei kann so im Fenster „Dokumente von…“ ausgewählt und an einen anderen Ort kopiert werden.

    Da Gesundheitsdaten zu den sensibelsten Daten überhaupt zählen, sollte der Export aus der eGA heraus immer mit Bedacht vorgenommen werden. Unsichere Orte, wie z.B. Soziale Netzwerke oder ungesicherte Cloud-Dienste sollten vermieden werden.

  • Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz hat der Versicherte jederzeit die Möglichkeit, die ihm zustehenden Rechte wahrzunehmen: Unter anderem Auskunft zu den in der eGA verarbeiteten Daten, Berichtigung unrichtiger Daten, Löschung von Daten, Einschränkung der Verarbeitung von Daten sowie Export und Übertragung der Daten (sofern technisch machbar). Zur Ausübung der Rechte können die in der eGA vorgesehenen Funktionalitäten genutzt werden.

  • Bei der Registrierung werden folgende Informationen von der teilnehmenden Versicherung an die eGA übermittelt und gespeichert: Titel, Vor- und Nachname, Krankenversicherungsnummer und eine technische Referenznummer. Bei der Registrierung wird eine zusätzliche eGA-Kundennummer erstellt. Diese Daten werden für die eindeutige Zuordnung und den dauerhaften Zugriff des Versicherten auf die eGA benötigt.

    Während der Nutzung der eGA kann der Versicherte individuelle Gesundheitsdaten wie Medikamente, Vorsorgedaten, Arzt- und Zahnarztbesuche und Dokumente speichern. Dabei werden alle Informationen strukturiert und kompatibel zu internationalem Standard (FHIR) gespeichert. Erfasst werden Angaben zu

    • Zeit und Ort der Leistungserbringung (z.B. Arztbesuch)
    • Art der Leistungserbringung (z.B. Fachgebiet und Abrechnungsposition)
    • Kosten und Diagnosen (z.B. bei ambulant ärztlichen Arztbesuchen)
    • Abgabeinformationen (z.B. Apotheken-Abrechnungsdaten)
    • Dokumente (z.B. Entlassbrief des Krankenhauses) sowie
    • Individuelle Informationen (z.B. persönliche Notizen).

    Alle Informationen und Daten, die in der eGA gespeichert sind, werden in den jeweiligen Funktionen der eGA angezeigt.

  • Der Sicherheitsschlüssel wird für die Neuinstallation der App benötigt, z. B. bei einem Gerätewechsel. Der Sicherheitsschlüssel muss in die App eingegeben werden, damit sowohl Ver- und auch Entschlüsselung wieder funktionieren. Nur auf diese Weise können die in der eGA verschlüsselt gespeicherten Daten wieder angezeigt werden. Kann der Sicherheitsschlüssel nicht eingegeben werden, etwa aufgrund von Verlust, können die Daten nicht wiederhergestellt werden. Eine Weiternutzung der eGA ist dann nur mit einem leeren eGA-Nutzerkonto möglich.

    Dieser Schlüssel ist einmalig. Die Wiederherstellung der Sicherheitsinformationen ist nur mit ihm möglich. Deshalb sollte dieser Schlüssel, der sowohl als Text als auch in Form eines QR-Codes erzeugt wird, sorgfältig aufbewahrt werden. Idealerweise unabhängig vom Smartphone selbst.

    Sicherheitsschlüssel auf mehreren Geräten
    Wenn Ihre Versicherung eine Nutzung der eGA auf mehreren Geräten unterstützt und Sie Ihren Sicherheitsschlüssel verloren haben, gehen Sie bitte wie folgt vor: Bevor Sie einen neuen Sicherheitsschlüssel generieren, prüfen Sie zunächst Ihre übrigen Geräte, auf denen Ihre eGA installiert und aktiviert ist. Sie können sich den Sicherheitsschlüssel in den Einstellungen anzeigen lassen.